Neugestaltung und Nutzungserweiterung für den Breslauer Platz.

Mit einer Umgestaltung des Breslauer Platzes be- absichtigen wir, dem nur zu Marktzeiten lebendi- gen, ansonsten wenig anziehenden Hauptplatz der Friedenauer Bürgerinnen und Bürger wieder mehr Charakter zu verleihen. Es gilt, ihm neues Leben einzuhauchen, ihn auch im Kontext des wichtigen Berliner Straßenzuges Leipziger-, Pots- damer-, Haupt-, Rhein- und Schloßstraße, Unter den Eichen gestalterisch attraktiver zu machen.

Vordringlich sind Erhalt und Ausbau angestamm- ter Marktfunktionen. Sie sind der Garant für eine generelle Belebung. Eine gesteigerte Anziehungs- kraft etwa durch erweiterte Angebote wäre nicht nur dem Ortsbild zuträglich sondern gleicher- maßen profitabel für die Markt- und Geschäfts- leute in den Platzrandlagen und einmündenden Straßen.

Dieses Vorhaben glauben wir zu fördern mit:

- einer Vergrößerung des Platzes, respektive
  seiner Nutzfläche,

- einer Änderung der Verkehrsführung,
- einer Neuordnung der Stellplätze,

- einer Nutzungserweiterung des BVG-Pavillons
  (Wartehalle, Kiosk),

- einer Wiedereröffnung der unterirdischen
  Bedürfnisanstalt,

- der Wiederaufstellung einer Wasserpumpe an
  der Lauterstraße,

- einer Reduzierung überflüssiger Schilder, Poller
  und sonstiger „Straßenmöbel“.

Die Maßnahmen ließen sich weitgehend im jetzi- gen Bestand, also unter der Prämisse möglichst geringer Kosten realisieren. Als ferneres Ziel er- strebenswert wäre eine Absenkung und Neupflas- terung der Platzfläche, in der dann mit ergänzen- den Pflanzungen, der Aufstellung einladender Bän- ke und ähnlichem mehr Aspekte einer qualität- vollen Freiflächengestaltung zum Ausdruck kommen könnten.

Zur Vergrößerung der Platzfläche wollen wir die Lauterstraße zwischen Nied- und Schmargendor- fer Straße für den Durchgangsverkehr schließen. Anlieferung, Müllabfuhr und Notfallverkehr müssen

selbstverständlich weiterhin möglich sein. Die Niedstraße vor dem Rathaus würde dann beid- seitig befahrbar werden, also den Verkehr in die Wohnstraßen hinein und aus ihnen heraus leiten.

Da angesichts der anhaltenden Neu- und Dach- ausbauten von immer knapper werdenden PKW- Stellplätzen für die Einwohnerschaft auszugehen ist, müssen wir Stellflächen in gleichem Umfang auf dem Platz vorhalten. Wir wollen sie aber gün- stiger postieren und organisieren. Die Stellplätze beidseitig der Lauterstraße können in gesamter Platzbreite wegfallen und nördlich vor dem Rat- haus an der Niedstraße konzentriert werden. Auf diese Weise kann eine ungestört von den Häu- sern der Lauterstraße bis an den Pavillon heran- reichende, vielfältiger nutzbare Fläche entstehen. Diesen Pavillon wollen wir angemessener nut- zen und ihn wieder mit den unterirdischen WC- Anlagen - wie es bis etwa 1990 bestand - verbin- den.

Vorstellbar wäre eine Nutzung als Café, das dann die Bedürfnisanstalt mitzubetreiben hätte. Die Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen müssten unter Berücksichtigung des Denkmal- pflege durchgeführt werden.   >>